Whitepaper Teil A
Die Entwicklung von SQIDAS® EQUAL PAY

Aus einer datenschutzrechtlichen Rechtsfeldbeobachtung entstand Schritt für Schritt ein eigenständiger Systemansatz für Entgelttransparenz und Equal Pay. SQIDAS® EQUAL PAY verbindet Entgelttransparenz, Equal Pay, Datenschutz, Arbeitsbewertung, Vergütungsstruktur, Dokumentation und Nachweisführung zu einem strukturierten Gesamtsystem, das Unternehmen dabei unterstützt, Vergütungsentscheidungen erklärbar, nachvollziehbar und dauerhaft prüfbar zu gestalten.
Damit richtet sich SQIDAS® EQUAL PAY an Unternehmen, die Entgelttransparenz nicht nur formal erfüllen, sondern ihre Vergütungsstrukturen nachvollziehbar, dokumentiert und prüfbar organisieren wollen.
1. Ausgangspunkt:
Im Rahmen unserer Tätigkeit als Datenschutzdienstleister beobachten wir regelmäßig rechtliche Entwicklungen, die für die von uns datenschutzrechtlich betreuten Unternehmen relevant sein können. Bei einer solchen Rechtsfeldbeobachtung stießen wir auf die Richtlinie (EU) 2023/970, die sogenannte EU-Entgelttransparenzrichtlinie.
Nach einer ersten Analyse der Anforderungen war erkennbar, dass die Entgelttransparenz auch erhebliche datenschutzrechtliche Fragen aufwerfen würde. Zwar stand die nationale Umsetzung in deutsches Recht zu diesem Zeitpunkt noch aus. Dennoch war bereits absehbar, dass Unternehmen künftig Entgelt-, Arbeitsplatz-, Vergleichs- und Bewertungsdaten in einer Weise verarbeiten müssen, die nicht nur arbeitsrechtlich, sondern auch datenschutzrechtlich belastbar geordnet werden muss.
Uns wurde sehr schnell bewusst, dass die datenschutzrechtliche Einordnung, Dokumentation und Absicherung der hierfür erforderlichen Datenverarbeitungen anspruchsvoll werden würde. Deshalb wollten wir für die von uns datenschutzrechtlich betreuten Unternehmen die aus Sicht der DS-GVO im Zusammenhang mit der Entgelttransparenz erforderlichen Datenschutzdokumente rechtzeitig vorbereiten.
Dabei ging es zunächst um klassische datenschutzrechtliche Fragestellungen: Welche personenbezogenen Daten werden verarbeitet? Zu welchen Zwecken geschieht dies? Welche Rechtsgrundlagen kommen in Betracht? Welche Rollen und Verantwortlichkeiten bestehen? Welche technischen und organisatorischen Maßnahmen sind erforderlich? Und wie lässt sich die Rechenschaftspflicht nach der DS-GVO belastbar dokumentieren?
Dabei ging es jedoch nicht nur um formale Dokumente. Entscheidend war die Frage, ob die Verarbeitung von Entgelt-, Arbeitsplatz-, Bewertungs- und Vergleichsdaten überhaupt klar zweckgebunden, rollenbezogen, nachvollziehbar und nachweisbar organisiert werden kann.
Sehr schnell wurde deutlich, dass eine anforderungsgerechte Datenschutzdokumentation in diesem Bereich nicht isoliert entwickelt werden kann. Entgelttransparenz ist kein einfacher Datenverarbeitungsvorgang. Sie greift tief in Vergütungsstrukturen, Stellenbewertung, Vergleichsgruppenbildung, arbeitsrechtliche Entscheidungsprozesse, Mitbestimmung, interne Kommunikation und organisatorische Verantwortung ein.
Wer Datenschutzdokumente zur Entgelttransparenz erstellen will, muss deshalb verstehen, welche Daten im fachlichen Kern überhaupt benötigt werden. Dazu gehört insbesondere die Frage, wie gleiche oder gleichwertige Arbeit bestimmt wird, welche objektiven und geschlechtsneutralen Kriterien für Vergütungsentscheidungen maßgeblich sind, wie Vergleichsgruppen gebildet werden, wie Entgeltbestandteile einzuordnen sind und welche Nachweise im Streitfall erforderlich werden können.
1. Ausgangspunkt:
eine datenschutzrechtliche Rechtsfeldbeobachtung
Im Rahmen unserer Tätigkeit als Datenschutzdienstleister beobachten wir regelmäßig rechtliche Entwicklungen, die für die von uns datenschutzrechtlich betreuten Unternehmen relevant sein können. Bei einer solchen Rechtsfeldbeobachtung stießen wir auf die Richtlinie (EU) 2023/970, die sogenannte EU-Entgelttransparenzrichtlinie.

2. Von der Datenschutzfrage zur Systementwicklung
Aus einem datenschutzrechtlichen Dokumentationsprojekt wurde Schritt für Schritt eine fachliche, organisatorische und methodische Auseinandersetzung mit Entgelttransparenz und Equal Pay. Viele dieser Fragestellungen entstanden nicht in theoretischen Diskussionen, sondern aus typischen Anforderungen, Rückfragen und Umsetzungsproblemen, wie sie in der betrieblichen Praxis regelmäßig auftreten.Die Richtlinie (EU) 2023/970 bestätigte diese Entwicklung und verlieh ihr zusätzliche fachliche und rechtliche Bedeutung. Sie zeigte, dass Unternehmen künftig höhere Anforderungen an Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Dokumentation von Vergütungsentscheidungen erfüllen müssen. Dadurch gewann die ursprünglich datenschutzrechtliche Fragestellung zusätzlich an Bedeutung.

3. Die Grundfrage der Entgelttransparenz
Wie kann ein Unternehmen Vergütungsentscheidungen so organisieren, dass sie objektiv, geschlechtsneutral, nachvollziehbar, prüfbar und zugleich datenschutzkonform getroffen, dokumentiert und verarbeitet werden können? So entstand SQIDAS® EQUAL PAY nicht als theoretisches Modell am Schreibtisch, sondern aus der praktischen Notwendigkeit heraus, Entgelttransparenz, Datenschutz, Arbeitsbewertung, Dokumentation und Nachweisführung in einem nachvollziehbaren Gesamtsystem zusammenzuführen.
Nicht der Datenschutz verhindert Entgelttransparenz. Fehlende Strukturen verhindern eine Entgelttransparenz, die nachvollziehbar, prüfbar, datenschutzkonform und dauerhaft belastbar ist.

4. Vom Erkenntnisprozess zum System
Aus diesen Erkenntnissen entwickelte sich schrittweise das, was später unter dem Namen SQIDAS® EQUAL PAY zusammengeführt wurde.- nach welchen Kriterien Vergütungsentscheidungen getroffen werden,
- wie gleiche und gleichwertige Arbeit bestimmt wird,
- wie Arbeitsplätze bewertet werden,
- wie Entgeltstrukturen aufgebaut sind,
- wie Ausnahmen behandelt werden,
- wie Entscheidungen dokumentiert werden,
- wie Vergütungsunterschiede analysiert und bewertet werden,
- wie Korrekturmaßnahmen eingeleitet werden,
- und wie die gesamte Entscheidungslogik dauerhaft nachvollziehbar bleibt.
Aus einer datenschutzrechtlichen Ausgangsfrage entwickelte sich damit schrittweise ein umfassendes Organisations-, Bewertungs-, Dokumentations- und Nachweissystem für Entgelttransparenz und Equal Pay.
5. Die Bedeutung des Namens SQIDAS
SQIDAS steht für Structured Quality-Integrated Documentation and Assessment System.
6. Vom internen Lösungsansatz zum Angebot für Unternehmen
Aus der anfänglichen Datenschutzfragestellung ist damit schrittweise ein eigenständiger Systemansatz entstanden, der weit über die ursprüngliche Zielsetzung hinausgeht. Ursprünglich ging es darum, die aus Sicht der DS-GVO erforderlichen Datenschutzdokumente im Zusammenhang mit der Entgelttransparenz vorzubereiten.Die auf dieser Website verwendeten Grafiken und Illustrationen wurden überwiegend auf Grundlage eigener fachlicher Vorgaben, Textkonzepte und Gestaltungsentscheidungen des Büros für betriebliche Datenschutz-Dienstleistungen in Kooperation mit der Real Vision Gesellschaft für Datenschutz-Dienstleistungen mbH unter Einsatz KI-gestützter Werkzeuge erstellt, redaktionell ausgewählt, bearbeitet und in die jeweiligen Beiträge eingebunden.
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